29.04.2016, von MK / SF

THW-Jugend: 24h Übung in Bozen

Im April hatten zwei unserer Junghelfer die Möglichkeit bei einer internationalen Übung der THW-Jugend Bayern zusammen mit dem Weißem Kreuz in Südtirol teilzunehmen. Insgesamt waren ca. 60 Teilnehmer an der Übung beteiligt, davon 33 THWler. Hier nun der Bericht unserer beiden Helfer Maximilian Kachel und Simone Feldl:

Am Freitag, den 29.04.2016 um halb 9, trafen wir uns im Ortsverband München-Ost mit zwei Betreuern und einem Kraftfahrer aus dem Ortsverband München-West. Wir haben noch einen Kaffee getrunken und dann,... ab nach Italien. Die Fahrt dauerte ca. 5 Std., da wir mit dem MZKW gefahren sind und dies dauert doch etwas länger bei der Strecke. Erstmal in Bozen angekommen, ab zur WK-Wache (WK=Weißes Kreuz). Als alle da waren bekamen wir noch eine Führung durch die WK-Wache inkl. Helikopter Hangar, bevor der erste Tag schon vorbei war.

Samstag, den 30.04.2016

Aufstehen und diejenigen, die nach Gröden mussten haben sich um halb 8 verabschiedet und sind gefahren. Doch wir in Bozen hatten Glück, um 10 Uhr war endlich Dienstbeginn und bereits um 10 Uhr 30 kam der erste Einsatz. Bei diesem, war der Auftrag der THW-Jugend, Straßensperrungen und Brückenbau durchzuführen.

Zweiter Einsatz, ca. 14.00 Uhr... (Für uns Pause)

Dritter Einsatz um 14.20 Uhr, das Suchen von 4 Personen im Berggelände, mit je 2 THW´lern, 2 WKJ´lern (WKJ=WeißKreuz-Jugend) und einem Hundeführer. Alle Personen wurden gefunden, versorgt und anschließend von der Bergrettung Südtirol abgeholt und ins Tal gebracht.

Vierter Einsatz um 16 Uhr 15. Bei diesem Einsatz waren unsere Junghelfer, auf dem RTW eingeteilt. Unser erster Einsatz beim Rettungsdienst war in Zusammenarbeit mit der THW-Jugend. Es wurde eine Person von einem PKW überfahren. Die THW-Jugend hat mit Hebekissen den PKW hochgehoben und unterbaut, während die RTW-Mannschaft die verletzte Person versorgt und ins Krankenhaus transportiert hat. Doch der GKW-Fahrer der THW-Jugend hat sich an der Unfallstelle verlaufen und verletzt, als er einen Abhang hinunter stürtzte. Die Untersuchung durch die WKJ ergab eine Wirbelsäulenfraktur und einen Beinbruch. Hierbei nutzten wir eine schiefe Ebene und den Greifzug um ihn im Schleifkorb hochzuziehen. Danach war wieder die RTW-Mannschaft dran mit der Versorgung.

Fünfter Einsatz um 19 Uhr. Eine Person unternahm einen Suizidversuch. Die WKJ kümmerte sich um die Versorgung. Derweilen baute die THW-Jugend noch einmal die schiefe Ebene auf, diesesmal allerdings ohne Greifzug. Da es schon dunkel war kam auch die Beleuchtung zum Einsatz.

Sechster Einsatz um 24 Uhr. Eine Party mit alkoholisierten und unter Rauschgift stehenden Gästen hat sich aufgelöst und war im Wald zerstreut. Das WKJ und die THW-Jugend bildeten Gruppen mit á 3 Personen, machten sich im Wald auf die Suche nach ihnen und brachten sie anschließend zu den RTW´s um eine Ordungsgemäße Versorgung zu gewährleisten.

Siebter Einsatz um 9 Uhr. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir alle zwischen 4 - 5 Stunden Zeit uns zu Erholen. Zum Zeitpunkt des Geschehens regnete es. Dieses mal wurde von uns ein Parkhaus gesperrt wegen Explosionsgefahr. Wir benötigten ausserdem die Beleuchtung im Gebäudekeller und betrieben diese mit dem Stromaggregat. Die Rettung und Wiederbelebung wurde durch die THW-Jugend eingeleitet.

Nach diesem letzten Einsatz war Aufräumen und die Verabschiedung von allen Teilnehmern, sowohl WKJ, als auch von den anderen THW´lern und natütlich auch den Betreuern angesagt. Die lange Heimfahrt begann um 14 Uhr und endete um 18 Uhr.

Abschließend zu diesem Wochenende können wir sagen, dass es ein unglaublich tolles, wenn auch anstrengendes Erlebnis war und dass wir eine Menge gelernt haben. Wir wollen uns noch bei unseren Betreuern bedanken, dass sie uns die Möglichkeit gegeben haben an diesem Geschehen teilzunehmen, bei den Betreuern diesen Wochenendes, die uns bei Fragen, etc. zur Seite gestanden haben und natürlich den kreativen Köpfen die sich all diese Einsatzübungen überlegt und möglich gemacht haben! Wir freuen uns auf ein hoffentlich nächstes Mal.


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